Unsere Erde hat Grenzen – neun davon. Hier erfährst du, welche das sind und warum sie wichtig sind.
🌍 Stell dir vor, unsere Erde wäre wie ein Mensch beim Gesundheitscheck: Sie hat bestimmte Werte, die im grünen Bereich bleiben sollten. Solange sie das tun, bleibt der Planet stabil und sicher für Menschen, Tiere und Pflanzen. Genau das beschreiben die neun planetaren Grenzen.
Die Idee dahinter
Das Konzept wurde 2009 von Forscher:innen rund um das Stockholm Resilience Centre entwickelt. Es benennt neun Bereiche, in denen die Erde ein Gleichgewicht braucht – vom Klima über sauberes Wasser bis zur Artenvielfalt. Für jeden Bereich gibt es eine Grenze: eine Art Sicherheitslinie. Innerhalb dieser Linie liegt der „sichere Handlungsraum“ für die Menschheit. Wird eine Grenze überschritten, steigt das Risiko für gefährliche und oft nicht umkehrbare Veränderungen.

Wo stehen wir heute?
Der aktuelle Stand (Planetary Health Check 2025) ist ein Weckruf:
🔴 7 von 9
Grenzen sind bereits überschritten
🟢 2 von 9
liegen noch im sicheren Bereich
Die neun Grenzen im Überblick
🔴 = überschritten · 🟢 = im sicheren Bereich
- 🔴 Klimawandel – die Erwärmung durch Treibhausgase.
- 🔴 Artenvielfalt (Biosphäre) – das Aussterben von Tieren und Pflanzen.
- 🔴 Landnutzung – z. B. das Abholzen von Wäldern für Felder und Städte.
- 🔴 Süßwasser – wie viel sauberes Wasser wir nutzen und wie wir Flüsse und Böden verändern.
- 🔴 Stickstoff- und Phosphorkreislauf – Nährstoffe aus Düngemitteln, die in Gewässer gelangen.
- 🔴 Neuartige Substanzen – vom Menschen gemachte Stoffe wie Plastik und Chemikalien.
- 🔴 Ozeanversauerung – die Meere werden saurer, das schadet Korallen und Muscheln. (seit 2025 überschritten)
- 🟢 Schwebeteilchen in der Luft (Aerosole) – winzige Partikel, die Luft und Klima beeinflussen. (global noch im sicheren Bereich, regional teils überschritten)
- 🟢 Ozonschicht – unser Schutzschild gegen UV-Strahlung. (ein Erfolg des weltweiten Verzichts auf FCKW)
Was hat das mit PLANET zu tun?
🔬 Bei P.L.A.N.E.T. machen wir genau diese neun Grenzen für Kinder und Jugendliche begreifbar. Schüler:innen messen, forschen und entwickeln eigene Ideen – und erleben dabei am Beispiel der Ozonschicht: Wenn wir gemeinsam handeln, lassen sich Grenzen auch wieder in den sicheren Bereich zurückholen.
Quellen: Stockholm Resilience Centre; Planetary Health Check 2025 (Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung). Grafik: PBScience/PIK, CC BY 4.0.
